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Zweiter Teil (Manons Rache
Ungefähr sechs Jahre später setzt der zweite Teil des Romans ein. Manon lebt mit ihrer Mutter und einer Bekannten in dem ihnen verbliebenen Teil der ehemaligen Besitzung. Inmitten der schroffen Landschaft wächst Manon zu einem 15-jährigen Mädchen heran. Von einem Einsiedler wird sie als 'Quellenmädchen' (Manon des sources) bezeichnet. In der Wahrnehmung der Dorfbewohner wird die junge Ziegenhüterin und Fallenstellerin zu einer geheimnisvollen Wilden stilisiert. Die Situation ändert sich, als Manon zufällig zwei Dorfbewohner dabei belauscht, wie sie von der Quelle auf dem ehemaligen Grundstück Jean Cadorins sprechen und sich dabei darüber wundern, wie Ugolin so kurz nach dem Tod Cadorins und dem Erwerb dessen Hofes die angeblich versickerte Quelle habe finden können. Daraufhin schwört Manon Rache an dem sie inzwischen heftig umwerbenden Ugolin. Allmählich und vor allem unter dem Druck einer Strafpredigt des alten Pfarrers beschäftigen sich die Dorfbewohner mit dem Schicksal Jean Cadorins. Schließlich meldet sich mit Eliacin sogar ein Augenzeuge zu Wort, der gesehen haben will, wie Ugolin und le Papet die Quelle verstopft hätten. In der Zwischenzeit stößt Manon zufällig auf den Ursprung der Quelle, die die gesamte Wasserversorgung auf dem Weg ins Dorf speist. Sie beschließt diese Quelle zu verstopfen und sich so an Ugolin und den passiven Dorfbewohnern für die Qualen und den Tod ihres Vaters zu rächen. Tatsächlich versiegt der Brunnen im Dorf und die Wasserbecken der Bauern trocknen aus. In den Wirren um die Suche nach den vermeintlich Schuldigen der Katastrophe dringen die Wahrheiten über die Quelle der Cadorins ans Tageslicht. Geplagt vom schlechten Gewissen sind einige bereit Buße zu tun und Ugolin mitsamt seinem Paten den Prozess zu machen. Schwer getroffen von der Abweisung Manons und den Anschuldigungen im Dorf nimmt sich Ugolin das Leben und vermacht seinen gesamten Besitz Manon. Diese beschließt, unterstützt vom erst kürzlich neu eingetroffenen Lehrer, die Quelle wieder freizugeben. Kurze Zeit später erfährt le Papet von einer alten Freundin, dass er der Vater Jean Cadorins sei. Vor vielen Jahren habe ihr Florette einen Brief anvertraut, der César während seines Militärdienstes in Afrika hätte erreichen sollen, aber nie angekommen ist. Darin gesteht Florette ihm ihre Liebe und dass sie von ihm ein Kind erwartet. Bei seiner Rückkehr aus Afrika musste sich César allerdings darüber wundern, dass Florette, die in der Nichtbeantwortung ihres Briefes eine Abweisung vermutete, sich inzwischen verheiratet hatte, um sich und ihrem Kind Jean eine Lebensgrundlage zu geben. Am Ende des Buches stirbt le Papet weil er ob der Tragik seiner Geschichte des Lebens müde ist. Seinen gesamten Besitz, den Besitz der Soubeyrans, vererbt er Manon.


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